Eventmonat Juni 2026 – Ich drehe wieder komplett am Wollrad
- imgrunwald

- vor 1 Tag
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Es ist wieder soweit.
Der Juni steht vor der Tür.
Menschen genießen Sonnenstrahlen, gehen spazieren, grillen gemütlich im Garten oder machen vernünftige Dinge.
Und ich?
Ich drehe völlig frei.
Wie jedes Jahr.
Während andere langsam in den Sommermodus schalten, renne ich durchs Atelier (ist ja schnell gemacht :-), stapel Garn, plane Gewinne, verstecke Hinweise, telefoniere, organisiere Workshops, denke über Socken nach, rede mit Tyras über Weltrekorde sowie stelle fest, dass mein Gehirn inzwischen hauptsächlich aus Merino, Koffein und kreativer Eskalation besteht.
Kurz gesagt:
Der Eventmonat Juni startet.
Wer mein Strickatelier kennt, weiß längst, dass hier im Juni keine normale Atmosphäre herrscht. Hier entsteht dann eine Mischung aus Wollmesse, Familienfeier, kreativer Selbsthilfegruppe sowie investigativer Rateshow für Menschen mit Garnvorräten jenseits jeder statistischen Erfassbarkeit.
Und genau deshalb liebe ich diesen Monat so. Denn plötzlich fangen Menschen an zu rätseln. Ganz harmlos.
Anfangs :-)
Dann stehen sie vor mir und versuchen, aus meinen Gesichtsausdrücken Lösungen herauszulesen wie bei einer schlechten Krimiserie.
„Gruni hat gerade gezuckt. Antwort 2 muss richtig sein.“
Nein Gerda.
Ich musste niesen.
Wobei…
Vielleicht auch nicht.
Dieses Jahr gibt es wie jedes Jahr wieder vier Fragen. Vier Wochen. Vier Gewinne. Und am Ende einen Hauptgewinn, über den ich offiziell absolut nichts verraten darf.
Nicht einmal unter Folter mit handgefärbter Merino.
Der Juni wird also nicht nur wollig. Er wird strategisch wollig.
KW 23 – Der Juni beginnt direkt mit Gerüchten
Kaum startet die erste Woche, geht das große Rätselraten bereits los. Menschen tuscheln zwischen Sockenwolle und Rundnadeln, schreiben mir Nachrichten, analysieren alte Fotos oder versuchen völlig unauffällig Informationen aus mir herauszubekommen.
Was hervorragend funktioniert.
Die erste Frage lautet nämlich:
Was ist Grunis neues Geschäftsfeld?
Und plötzlich benehmen sich alle wie Ermittler in einer Garnkrimiserie.
Wolle spinnen
Wolle färben
Wolle weben
Ich beobachte das mit großer Freude.
Vor allem die Menschen, die völlig lässig tun wollen.
„Ach ich rate einfach mal.“
Fünf Minuten später sitzen dieselben Personen vor Instagram Beiträgen aus dem letzten halben Jahr und zoomen verdächtig in Hintergrundbilder hinein.
Irgendwo wird inzwischen vermutlich bereits eine Pinnwand mit roten Fäden vorbereitet.
Dabei könnte die Sache so einfach sein. Aber ich sage dazu natürlich nichts.
Gar nichts. Nicht mein Stil.
Der Gewinn dieser Woche ist übrigens nichts für schwache Nerven:
Ein Platz im DOUBLEFACE Workshop am 13.06.2026
Und jetzt mal ehrlich.
Doubleface ist doch genau die Art von Stricktechnik, die Menschen gleichzeitig fasziniert sowie leicht einschüchtert. Man schaut die Ergebnisse an und denkt: „Wunderschön.“
Dann schaut man die Anleitung an und denkt: „Vielleicht lerne ich doch lieber erst noch Altgriechisch.“
Dabei ist Doubleface genau das Gegenteil von trockenem Technikunterricht. Es ist Magie mit Maschen. Sobald man den Dreh raus hat, fühlt man sich plötzlich wie ein textile Superheld.
Genau deshalb liebe ich Workshops.
Da sitzen Anfänger neben Profis. Eine Person kämpft mit dem Faden. Die nächste erklärt plötzlich begeistert eine Technik. Irgendwo fliegt ein „JETZT HAB ICHS!“ durch den Raum. Und am Ende gehen alle glücklich nach Hause.
Oder mit drei neuen Garnideen.
Was praktisch dasselbe ist.
KW 24 – Jetzt wird es emotional
In der zweiten Woche begebe ich mich auf gefährliches Terrain. Sehr gefährliches Terrain!
Denn ich stelle die Frage aller Fragen:
Was ist Grunis Lieblingsgarn?
Und plötzlich herrscht Ausnahmezustand. Das ist ungefähr so, als würde man Eltern fragen, welches ihr Lieblingskind ist. Man darf das eigentlich nicht beantworten.
Die Auswahl lautet:
Schoppel Bio Merinos
Adriafil Tenerife
Iris Maria 366 Merino Seide Yak
Schon beim Lesen bekommen viele Strickende glasige Augen.
Merino. Seide. Yak.
Das klingt nicht wie Garn. Das klingt wie Luxusurlaub für die Hände.
Menschen streicheln plötzlich Wolle intensiver als ihre Haustiere. Manche halten Stränge ans Gesicht. Andere murmeln Dinge wie: „Nur mal fühlen.“
Ja genau. Nur fühlen. Wir kennen alle diese Eskalation.
Man betritt ein Wollgeschäft mit dem festen Vorsatz, nichts zu kaufen. Zwanzig Minuten später steht man an der Kasse und erklärt völlig überzeugend, warum sechs neue Stränge absolut lebensnotwendig waren. Bei stehst du im Wohnzimmer mitten in Wolle, bezahlen tust du am Esstisch. Ich habe halt das etwas andere Wollegeschäft.
Der Wochengewinn:
10 Prozent auf Grunis Handdyed unique
Und damit beginnt die nächste Eskalationsstufe.
Handgefärbte Wolle ist nämlich kein normales Produkt. Handgefärbte Wolle ist eine Persönlichkeitsveränderung.
Man sieht einen Strang und plötzlich entstehen komplette Projektideen im Kopf.
Tücher, Socken, Pullover, Cardigans.
Man plant geistig bereits die nächsten acht Monate durch.
Und trotzdem sagt man zuhause :„Das war ein absolut geplanter Kauf.“
Natürlich war er das.
KW 25 – Tyras übernimmt offiziell das Kommando
In Woche drei wird es persönlich.
Denn jetzt geht es um jemanden, der hier sowieso längst glaubt, dass das Atelier eigentlich ihm gehört.
Tyras.
Mein treuer Mitarbeiter im Bereich gute Laune, Fusselkontrolle sowie strategisches Herumliegen.
Die Frage lautet:
Wann hat Tyras seinen 9. Geburtstag?
14. Juni
15. Juni
16. Juni
Und plötzlich entwickelt sich das Ganze zu einer emotionalen Großfahndung.
Menschen schreiben mir: „Ich glaube ich habe mal ein Geburtstagsfoto gesehen.“
Andere rechnen vermutlich rückwärts anhand alter Hundebilder.
Das liebe ich sehr.
Vor allem weil Tyras selbst vermutlich keinerlei Ahnung hat, warum er plötzlich Mittelpunkt einer Ermittlungsarbeit geworden ist. Er möchte hauptsächlich Leckerlis.
Der Gewinn dieser Woche ist übrigens wunderschön:
Eine Nadelrolle Unikat von Designerin Karin Plass für Nadelspiele
Und jetzt mal ehrlich. Wer mit Nadelspielen arbeitet, weiß ganz genau, wie mysteriös diese Dinger verschwinden. Man legt sie ordentlich weg. Zwei Stunden später existieren plötzlich nur noch vier. Die fünfte Nadel lebt inzwischen vermutlich mit einzelnen Socken, Maschenmarkierern sowie verschwundenen Haargummis in einer geheimen Parallelwelt.
Eine gute Nadelrolle ist deshalb keine Kleinigkeit.
Sie ist Überlebensstrategie.
Außerdem sieht eine wunderschöne handgemachte Nadelrolle einfach herrlich aus. Fast so schön, dass man plötzlich organisiert wirkt.
KW 26 – Jetzt eskaliert die Sockensituation vollständig
Dann kommt Woche vier.
Und damit die Frage, bei der endgültig klar wird, dass wir alle nicht mehr ganz normal sind.
Wieviele Socken werden für den Sockenweltrekord im März 2027 benötigt?
10.000
15.000
36.000
Allein diese Zahl macht mich glücklich.
Denn nur in der Strickwelt sitzen Menschen freiwillig zusammen und sagen:
„Ja. 36.000 Socken klingt absolut machbar.“ Normale Menschen reagieren darauf mit leichter Verwirrung. Strickende hingegen denken: „Wie teilen wir das auf?“
Genau deshalb liebe ich diese Community.
Hier wird nicht lange diskutiert. Hier werden Nadeln gezückt.
Falls euch zufällig #36000Socken ins Auge springt, ignoriert das bitte vollkommen unauffällig.
Der Gewinn dieser Woche:
10 Prozent auf Sockenwolle
Und damit beginnt wieder diese gefährliche Phase, in der Menschen behaupten:
„Ich habe eigentlich genug Sockenwolle.“
Nein! Hat niemand!
Sockenwolle ist wie Pflanzen oder Bücher. Man besitzt nie genug. Man besitzt nur unterschiedlich gut organisierte Vorräte. Außerdem gibt es immer noch eine Farbe, die man unbedingt braucht. Immer!!!
Der geheime Hauptgewinn
Und jetzt kommen wir zum großen Finale.
Dem Hauptgewinn. Der streng geheim ist. So geheim, dass selbst ich aufpassen muss, mich nicht zu verplappern.
Am 30. Juni um 20 Uhr wird ausgelost.
Bis dahin darf spekuliert werden.
Und das wird bereits jetzt völlig übertrieben betrieben.
Ich genieße das sehr.
Wie funktioniert die Teilnahme?
Ganz unkompliziert:
1. Pro Woche darf jede Person einmal teilnehmen.
2. Ihr könnt mir eure Antworten schicken:
Per Whatsapp, per Instagram @grunisstrick, Telefonisch: 0151-700 77 394, Mail shop@grunisstrick.de, oder direkt vor Ort im Atelier zu den Öffnungszeiten.
Also praktisch überall außer per Brieftaube. Wobei Tyras vermutlich auch die akzeptieren würde.
3. Die Gewinne sind nicht auszahlbar. Falls jemand seinen Gewinn nicht wahrnehmen kann, verfällt dieser.
Ganz ohne komplizierten Behördentext, bei dem man nach drei Zeilen plötzlich das Gefühl hat, einen Immobilienkredit abgeschlossen zu haben.
Warum ich diesen Monat so liebe
Natürlich machen Gewinne Spaß. Natürlich liebe ich Überraschungen. Aber das Schönste passiert sowieso zwischen den eigentlichen Aktionen.
Die Gespräche.
Das gemeinsame Lachen.
Diese herrlich verrückte Atmosphäre im Atelier.
Da sitzt plötzlich eine Anfängerin neben einer absoluten Strickkönigin und beide diskutieren begeistert über Maschenanschläge.
Jemand entdeckt sein neues Lieblingsgarn.
Jemand anderes traut sich endlich an die erste Socke.
Und irgendwo fällt garantiert wieder der Satz: „Ich wollte eigentlich gar nichts kaufen.“
Das ist vermutlich die größte Lüge der gesamten Wollwelt.
Ich freue mich riesig auf diesen Juni.
Auf euch.
Auf die Gespräche.
Auf das kreative Chaos.
Auf neue Projekte.
Auf alte Projekte.
Auf Garnberge.
Auf Strickideen mitten in der Nacht.
Auf all die Menschen, die verstehen, warum Wolle glücklich macht.
Der Regler steht jedenfalls bereits auf Volltouren.
Und ehrlich gesagt:
Ich glaube, ich drehe noch weiter hoch.
Ich freue mich auf euch und auf rege Teilnahme.
Eure Gruni
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